Ach
wie glänzt der Ahorn golden,
ich fühl mich so himmlisch.
Und auch die Beerendolden
locken mich so verführerisch
aus dem Alltagsgrau heraus
und ziehen mich ins Farbenspiel hinaus.
Denn
selbst im leisen Novembersterben
verschenkt sich der Ahorn mit Farbenmeer.
Ich Glücklicher darf es erben
und weiss doch, bald
ist es öd und leer
ist es bitter kalt.
So
richte ich meine Brille
auf diesen wundervollen Tag,
ich weiss, es ist nicht alles mein Wille,
es mag kommen, wie’s kommen mag.
Ich will mich mit fast allen Feinden versöhnen
und mich heute richtig verwöhnen.
Ich
lass es gut sein
lese Trauben und ein Gedicht,
trinke ersten, reifen Wein
spüre das letzte warme Sonnenlicht
auf meinen Armen
und lass mich fallen in Gottes Erbarmen.
