Adventsmeditation 21
Der Himmel so weit weg
und das Herz so schwer,
irre ich durch die Nacht.
Gott, ich klage zu dir.
Das Jahr so lang,
und die Beine so schwer
suche ich Halt und Licht.
Gott, wo bist du?
Herr reiss die Himmel auf
steig herab von deinem Thron
komm aus deiner Ferne
zu mir in meine Nähe.
Halte mich fest und geborgen,
gib mir deine starke Schulter,
leuchte mir und zeige mir
den Weg aus dem Jammertal.
Der Rosenzweig, der im Dunklen liegt
er ist nicht tot, er atmet ein und wartet,
macht sich bereit, Wurzel um Wurzel
und treibt seine Knospen ans Licht.
Meine begrabenen Träume und Hoffnungen,
sie schlafen ihren Wintertraum,
und eines Tages, vielleicht auch morgen,
wachen sie auf, gestärkt zum Leben.
Der Himmel so nah
und das Herz so leicht,
brennt ein Licht in mir,
dekoriert mit Sternenglanz.
Und die Christrose blüht
so unverhofft im Advent.
Sei du mein Leitstern
der zu Krippe führt.
