Sonntagsspaziergang

Ich gehe achtsam meinen Weg.
Der Wind berührt meine Sinne und Gedanken.
Der Puls schlägt im Einst, im Jetzt und immer.
Schritt für Schritt atme ich ein und aus.

Ich atme aus,
lasse los all das Schwere, Dunkle und Verzweifelte.
Und da, wo es mir nicht gelingt,
lege ich es ins Kästchen «später zu erledigen».
Ich schaffe Raum für Neues.

Ich atme ein,
sammle die letzten Strahlen des Spätsommers,
ein verschmitztes, fröhliches Vogellied
und der Duft von reifen Trauben.
Ich beschenke mich, bin mir selbst lieb.

Bald wende ich mich wieder dem Alltag zu,
es ist noch nicht alles gut, wie es sein sollte,
doch ich vertraue auf meine Schritte und
vielleicht kommt alles anders, und ich hoffe.

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