Pflanzenkommunikation

Ein Schwank in zwei Akten

In den Hauptrollen:
Ein gemeiner Strandflieder (SF), ein Löwenmaul (LM) und eine Nelke (Ne).

  1. Akt

Das Löwenmaul langweilt sich ein wenig in der Vase, überlegt sich wen man ärgern könnte.
LW an SF: Ja, wer sind denn Sie?
SF an LW: Ich bin ein gemeiner Strandflieder.
LW: Ja, wie gemein? So im Sinne von richtig fies oder von gewöhnlich?
SF (leicht genervt): Mit Betonung auf Flieder!
LW: Ach so, also hundskommun.
SF: (noch ein wenig mehr genervt): Ich kenne Sie, Sie Löwenmaul Sie, mit Betonung auf Maul!
LW: Na na, Sie wissen schon, dass der Löwe der König der Tiere ist, das gleiche gilt auch bei uns Blumen. Also bitte mehr Respekt.

Vorhang

  1. Akt

Das Löwenmaul, immer noch gelangweilt, schaut sich nochmals in der Vase um.
LW an Ne: Wen haben wir denn da?
Ne an LW: Eine Nelke, meine Schwester ist übrigens auch hier. Hübsch nicht?
LW: Wie heisst es doch so schön: Die Nelken, die Nelken, sind die ersten, die welken.
(schadenfreudiges Lachen)
Ne und SF an LW: Löwenmaul, Löwenmaul, mit dem grossen Maul!

Vorhang.

Ruach, Ruach

Ruach, Ruach
Heiliger Geist, komm
schenk uns deine lebensbejahende Energie,
reiss uns aus unserer Lethargie,
Ängstlichkeit und Mutlosigkeit.

Ruach, Ruach
Windsturm, trag uns fort,
von festgefahrenen Wegen, Sachzwängen
und dem müden Alltagstrott
bring uns zu unseren Träumen und Visionen.

Ruach, Ruach
Windhauch, tröste uns
trockne unsere Tränen
versprühe deine Zärtlichkeit
in den Hass dieser Welt.

Ruach, Ruach
Du Heiliger Geist,
mal stark wie ein Windsturm,
mal leise wie ein Windhauch,
Du bist der Atem Gottes.

Amen.

Frühlingsputz

Heute räume ich
meine verstaubte Seele auf.
Ich öffne das Fenster weit,
ein Sonnenstrahl kitzelt
meine wintergrauen Spinnweben.

Ich bringe Ängste und Sorgen
zum Altpapier und schlechte
Gewohnheiten zum Sondermüll,
die verblichenen Träume
wasche ich im Schongang.

An der Wand hängt nun
ein Bild aus glücklichen Kindertagen,
auf dem Tisch steht ein
Strauss aus wilder Fantasie.
Es duftet nach Fliederfrühling
und frisch gebügelten Träumen.


Der kleine Knoblauch

Es war einmal ein winzig kleiner Knoblauch. Er war kleiner als ein Fingerhut. Weil die anderen Pflanzen im Garten sich immer vordrängten, wenn die Sonne ihr Licht verschenkte, musste er im Schatten bleiben und blieb klein.

Es tat ihm weh, wenn der Gärtner kam und all das andere Gemüse lobte, weil es so gross geworden war. Den kleinen Knoblauch beachtete er gar nicht.

Eines nachts hörte der Mond ihn weinen und wusste auch bald den Grund. Er erzählte dies der Sonne. Sie versuchte sogleich am nächsten Morgen den kleinen Knoblauch wach zu kitzeln.

Doch die anderen Pflanzen drängten sich gierig nach vorne. Die Sonne wurde darüber so böse, dass sie ihre Strahlen heftig ausstreckte, so dass sich die anderen Pflanzen ihr Blätterkleid verbrannten.
„Der Knoblauch ist schuld!“, schrieen sie und wollten sich auf den Winzling stürzen. Doch er konnte sich im letzten Moment durch ein Mauseloch in Sicherheit bringen.

Er kam am andern Ende auf eine satte Wiese. Er rannte weiter, so schnell ihn seine Knoblauchfüsse tragen konnten. Er lief über hohe Berge und schmale Täler, bis er schliesslich erschöpft in einem Wald Halt machte.

Plötzlich hörte er ein fürchterliches Husten. Er blickte erschreckt um sich und entdeckte ein altes, erkältetes Waldmännchen. Dieses jammerte: „Oh ich darf nicht krank werden. Wer sonst hilft den jungen Hasen aus den Fallen? Wer soll dann dem Fuchs zu fressen bringen? Und wer spricht mit dem griesgrämigen Dachs. Oh, ich darf nicht krank werden!“

Da nahm der kleine Knoblauch all seinen Mut zusammen und rief: „Warte, ich kann Dir helfen!“
„Wer spricht denn da?“ fragte das Erdmännchen erstaunt. „Ach, Du. Du willst mir helfen? Na wie denn?“
Der kleine Knoblauch räusperte sich und befahl: „Lege mich über Nacht auf Deinen Hals und am Morgen bist Du wieder gesund!“

Das Waldmännchen war neugierig geworden und tat, was ihm empfohlen wurde. Als es dann tief und fest schlief, holte der kleine Knoblauch seinen winzigen Besen hervor und fegte mit kräftigen Schwingen die bösen Bazillen weg: „Husch, weg mit euch, husch, husch.“

Tatsächlich war das Waldmännchen am nächsten Morgen wieder gesund. Es versprach dem kleinen Knoblauch, ihm den grössten Wunsch zu erfüllen.
Mit glänzenden Augen flüsterte dieser: «Ich möchte gerne auch einmal eine Freude für die Menschen sein.»

Seine Bitte wurde ihm sogleich erfüllt: das Waldmännchen verwandelte den kleinen Knoblauch in einen leuchtenden Stern. In der Nacht hängte der Mond ihn behutsam an den besten Platz am Himmelszelt.

Ja, und wenn Du nun einen Stern siehst, der heller leuchtet als alle andern, dann weisst Du, dass es der kleine Knoblauch ist.


Frühlingserwachen

Was kommt Ihnen beim Stichwort Frühling in den Sinn? Wenn Sie nicht gerade an Heuschnupfen leiden oder der Frühlingsputz Sie stresst, ist der Frühling mit Glücksgefühlen gleichgesetzt. Die Tage werden länger, die Vögel begrüssen uns am Morgen wieder vielstimmig. Aus den Zweigen grünt es. Und selbst die Älteren unter uns spüren leise ihren zweiten oder dritten oder.. Frühling.

Frühling bedeutet aber auch loslassen können, sich zu Neuem hinwagen, aufbrechen. Und in diesem Wort „Aufbruch“ steckt auch der Begriff „Bruch“.

Ich möchte dies an drei Bildern erklären:

Wenn der Bergbach sich im Frühling zu Tale stürzt, ist er gefährlich, wild und überschäumend. Er trägt viel Wasser mit sich, die Schneeschmelze hat ihn gefüllt. Tosend sucht er sich seine Bahn. Es wäre gefährlich, sich ihm in den Weg zu stellen. Wer sich ihm entgegenstemmt, wird zerschunden und zerschlagen.  Man muss sich mitreissen lassen. Nur so findet man zum Meer.

Zweites Bild: Damit der Sämling Wurzeln schlagen kann, muss er seine schützende Hülle verlassen und sich ins Dunkle wagen. Die Gefahren sind gross, eine Zeitlang lebt er ganz im Chaos, bis das erste zarte Grün den Boden durchdringt.

Genauso geht es im dritten Bild dem kleinen Vogel im Ei. Die schützende Schale wird zu eng, doch was erwartet ihn draussen? Seine sorgenden Eltern oder die gefrässige Krähe? Später, wenn der kleine Piepmatz fliegen lernt, braucht er noch einmal eine ganz gehörige Portion Mut und Vertrauen in seine Flügel.Und trotzdem gibt es für das Samenkorn und für den Vogel kein Halten mehr. Das Leben ist stärker als all die vielen „Wenn“ und „Aber“.

Sicher, der Naturwissenschaftler in uns hat die Erklärung schon parat: Das ist halt so mit der Natur. Alles gesteuert von Licht, Hormonen und chemischen Stoffen. Nein, wir Menschen lassen uns nicht mehr von Instinkten lenken, wir haben uns von der Natur emanzipiert. Trotz dieses Wissens halten wir uns ängstlich fest, wenn das Leben uns mitreissen will. Wir verkümmern lieber, als die einengende Hülle aufzureissen. Und unsere Flügel hängen schon lange im Mottenschrank, gleich neben der Weihnachtsdekoration.

Wie viele leben nur ein bisschen, sind unglücklich und wenn man versucht, sie aus dem Schneckenhaus zu ziehen, verkriechen sie sich noch weiter hinten.

Wenn Gott mit seinem liebenden schöpferischen Geist schon für so Nichtigkeiten wie Spatz und Samenkorn schaut, wie viel mehr trägt und begleitet er uns.

Man muss sich ja nicht gleich vom Saulus zum Paulus wandeln und alles alte Leben abbrechen.

Es sind die kleinen Gesten, die das Leben lebenswert machen. Mal wieder ein Lächeln statt dicken Make-ups auftragen, mit Kindern barfuss durch die Pfützen springen. Sich seinen einzigartigen Gaben und Talenten bewusst sein. Vielleicht passen die Flügel ja noch.

Erst wenn wir das Leben annehmen können mit all seinen Brüchen und Verwundungen, erst wenn wir immer wieder von neuem wagen ins Dunkle zu springen, werden wir es lieben können.

Und diese Liebe ermutigt uns, fürs Leben einzutreten, sich gegen Ungerechtigkeiten zu wehren.

Das lehrt uns immer wieder von neuem Ostern. Jesus, der ganz im Urvertrauen Gottes lebte, der diese Liebe zum Vater immer wieder erfuhr, konnte so auch die Menschen grund- und bodenlos lieben. Und war darum auch erfüllt vom Mitgefühl. Wagte auf die wunden Stellen zu zeigen, berührte sie und litt.

An Ostern hat er seine Hülle durchbrochen und ist zum Leben erwacht.

Engelfeaver/ Zalatane Anioły.

Ins Polnische übersetzt von Anna Czyżewska (Dziękuję bardzo za waszą wspaniałą pracę.)

Miała na imię Lydia. Była pięknie zbudowana, bez grama tłuszczu, wysportowana- bez zarzutu od stóp do głów.

Miał na imię Moritz. Był facetem z czołem myśliciela. Wspaniały kucharz i wielki marzyciel.

Właściwie nie byłoby powodu, aby ta historia powstała, gdyby nie prawda, że przeciwieństwa się przyciągają.

Początek tej historii był również czasem końcowych egzaminów, które zdawali młodzi adepci kształcący się na bożków miłości- „Amors Eleven”. Jak to zwykle bywa, jeden z egzaminowanych był tak zdenerwowany, że strzała, którą wypuścił trafila nie tam, gdzie celował. Było jednak za późno- Lydia i Moritz zostali trafieni- ich uczucie zapłonęło. Niefortunny uczeń został przeniesiony karnie do działu czyszczenia chmur. Natomiast Lydia i Moritz byli tak szczęśliwi! Ich serca biły wspólnie jednym rytmem.

Ich Aniołowie Stróże, Estramus i Fidelius także spotkali się , ale wyłącznie z powodów zawodowych. Koledzy po fachu mieli sobie wiele do powiedzenia.

-Ja wyląduję na rencie przez mojego podopiecznego! Albo na urlopie dla poratowania zdrowia w najlepszym razie- narzekał Estramus.-Cóż to za marzyciel! Nie mogę odstąpić go na krok. Gdyby nie ja, całowałby w uniesieniu chyba kwiaty w parku i gadałby do wiewiórek. Któregoś dnia był tak roztargniony, że chciał użyć kremu do golenia zamiast pasty do zębów.

-Phi… Twoja praca to bułka z masłem! Dziecko dałoby radę- kpił Fidelius-Nie to, co ja! Moja Lydia jest..alpinistką. Wspina się jak kozica po najbardziej stromych skałach, tak, że nawet anioł dostaje zawrotów głowy.

-Tak , tak, kiedyś to było życie. Nie to, co teraz.- spojrzeli na siebie i westchnęli gorzko, ponieważ mieli bogate anielskie doświadczenie, ale to, co działo się teraz było dla nich kompletną nowością . Z zakochanymi to zupełnie inna sprawa. Wiadomo, kto jest zakochany , łatwo traci głowę. Dla naszych Aniołów to oznaczało podwójna pracę. Nocą padali na chmurę i usypiali momentalnie.

Na szczęście były też chwile, gdy Lydia i Moritz słuchali razem ulubionych piosenek albo oglądali kolekcje znaczków i pocztówek. A może byli zainteresowani czymś innym? Nie bądźmy zbyt dociekliwi! Wówczas Estramus i Fidelius wycofywali się dyskretnie tak, jak przystało na dobrze wychowanego Anioła Stróża. Wtedy szli do najbliższych znajomych na jakąś małą karciankę.

Jednak po kolejnym, wyjątkowo wyczerpującym tygodniu, Estramus, który był trochę mniej odporny i miał wyraźną potrzebę urlopu na żądanie, zwrócił się do swojego kolegi.

-Słuchaj, kiedy oni są razem, tak naprawdę potrzebny jest tylko jeden Anioł, prawda?

Tak właśnie Estramus postanowił wprowadzić racjonalny podział pracy.Co ty na to, żebyśmy się rozstali. Tym razem ja trochę odsapnę, a następnym razem ty będziesz miał wolne.

I Fidelius w swym młodzieńczym niedoświadczeniu zgodził się.

Wydawało się ,że nie będzie aż tak źle, ponieważ zakochani postanowili pospacerować nad rzeką. Niestety mylił się. Nasza para przezywała trudne chwile. Jakoś wydawali się przygnębieni.  Fidelius zagrał cichą melodię na harfie, aby ich rozweselić, ale to na nic się nie zdało. Lydia i Moritz zatrzymali się na moście i spojrzeli w wodę. Fidelius wystraszył się – Aniołowie Stróże unikają wody… jak diabeł przed wodą święconą. Powód jest w sumie banalny: Kiedy część ich ciała zamoczy się, stają się widoczni. Dlatego Aniołowie Stróże pozostają w domu, gdy pada deszcz. Nic więc dziwnego, że przy słotnej pogodzie zdarza się tyle wypadków!

Lydia i Moritz zatrzymali się przy balustradzie. Oparli się o nią, pochylili się i patrzyli w taflę rzeki. Fidelius jak linoskoczek balansował na poręczy , chwiejąc się niemiłosiernie tak, aby nie spaść. Gdyby św. Piotr to widział, byłaby niezła awantura! To , co nasz anioł usłyszał było przerażające. Moritz chciał zerwać związek. Czuł, że nie do końca im się układa ( strzały miłosne nie działają w nieskończoność). Lydia nie poddawała się tak łatwo. Zdecydowała, że na razie obejdzie się bez wspinaczki, sprzeda motocykl i zrezygnuje z kursu karate. Wyjaśniła mu również, że chciałaby przede wszystkim poświęcić się rodzinie, gdyby coś się wydarzyło.

Przykro mi, ale nie mam wątpliwości. Nasze drogi rozchodzą się.- Moritz był pewien swoich słów.

A Fidelius aż podskoczył z radości ( taka decyzja oznaczała mniej pracy), zapomniał, gdzie stoi, stracił równowagę i jak deska wpadł do wody. To wyrwało Lydię i Moritza z zamyślenia.

Hej , człowieku , co to wyczyniasz?-wrzasnął blady z przerażenia Moritz.

Ale Lydia była bardziej przytomna. Przeszła wszystkie stopnie ratownictwa wodnego i doskonale wiedziała, co robić. Jak szczupak zniknęła w rzece, jednak ratowanie anioła było zadaniem zupełnie innego kalibru niż te, które dotychczas wykonywała. Przede wszystkim przeszkadzały jej skrzydła niefortunnego pływaka, ciągle pióra miała a to w nosie, a to w ustach.  Wprawdzie prąd wody wzrastał coraz bardziej, ale akurat z takim wyzwaniem wysportowana Lydia potrafiła sobie poradzić bez problemu! Mocnymi pchnięciami nóg, trzymając anioła za skrzydła, wypłynęła na brzeg. Moritz takich emocji jeszcze nigdy nie przeżył, ale to był dopiero wstęp do dalszych wydarzeń.

-Kim ty jesteś? Na głowę upadłeś? – krzyczał do anioła, który stała zażenowany i gdyby mógł , zaczerwieniłby się po same uszy. Mój Boże, tego żaden anioł nie przeżył! A gdyby dowiedział się o tym św. Piotr- lepiej nie myśleć!

Na początku Fidelius nie chciał nic mówić, ale kiedy Lydia zagroziła, że ​​oskubie go jak kurę, jeżeli nie wyśpiewa wszystkiego, z wahaniem przyznał się.

Lydia uznała, że ​​to wcale nie jest zabawne, tym bardziej ,że misja anielska jest bardzo delikatna. Z takim Aniołem Stróżem nikt nie byłby już bezpieczny w życiu!

Dziewczyna przemyślała wszystko. Komu mogłaby zaufać? Moritz…to już przeszłość…Anioł- niefrasobliwy chłystek. Postanowiła, że pójdzie do klasztoru i to najlepiej klauzurowego. Te myśli, jak piorun przeleciały jej przez głowę. W tym momencie powinniście byli zobaczyć Moritza!  Jak zaczarowany patrzył, jak Lydia ratuje anioła z wody – kaskader zazieleniłby z zazdrości! Ten widok rozpalił w nim miłość. Podziwiał jej bohaterstwo, zawsze pragnął takiej kobiety!

Wkrótce Lydia była w drodze do klasztoru. (Napięcie rośnie, proszę wstrzymać oddech!). Moritz pobiegł za nią. „Lydia!” krzyknął. Zobaczył otwarte drzwi klasztoru. Wyprzedził ukochaną i padł do jej nóg. Siła miłości była tak wielka, że ściana klasztoru runęła i już nigdy brama klauzury nie zamknie się za Lydią. Moritz klęczał i czekał aż nie do końca zdecydowana Lydia przytuli jego głowę. Po chwili odetchnął z ulgą- czuł dłonie dziewczyny . Ostatnie lody puściły! Łzy szczęścia i radości przeplatały się.

A nasi młodzi wkrótce pobrali się , bo na co było czekać? Pobrali się. Dwaj Aniołowie Stróże, teraz znowu niewidoczni, wcierali nosy trzema paczkami chusteczek podczas ceremonii ślubnej.

Odtąd Estramus i Fidelius mieli mnóstwo czasu na niebiańskie karcianki. Od czasu do czasu zastanawiali się, jakie rozmiary przybrała kolekcja płyt, znaczków i pocztówek. Ale przyzwoity anioł nie plotkuje, tylko owija się skrzydłami i milczy.

A życie Lydii i Moritza potoczyło się niebiańsko pięknie. Najpierw urodziła się Angela, potem Engelbert. Za nimi podążyli: Angelika, Angelina, Angelo, Engelbrecht, Angel, Angéline i jeszcze Angelique.

I niech no ktoś teraz powie, że Anioł Stróż, nawet przemoczony do ostatniej nitki, nie przynosi szczęścia?

Moritz stał się dobrym panem domu ( cokolwiek to oznaczałoby), a Lydia została szefem firmy.A jeśli nie umarli, domownicy, menadżerowie i kłopoty nadal trwają.


Engelfeaver

Engelfeaver

Sie hiess Lydia und war von Kopf bis Zehenspitze eine sportliche, muskulöse, durch und durch trainierte Natur.

Er nannte sich Moritz, hatte eine Denkerstirn, war ein grosser Träumer und konnte ausgezeichnet kochen.

Eigentlich wären das ja noch keine nennenswerten Gründe gewesen, dass da die Liebe auch noch ein Wörtchen mitzureden hätte, ausser, dass sich Gegensätze anziehen.

Es war aber die Zeit der Lehrabschlussprüfung von Liebesgott Amors Eleven. Ein Schüler war so nervös, sein Schuss mit dem Liebespfeilbogen missriet gründlich. Lydia und Moritz waren sofort Feuer und Flamme füreinander.
Der Schüler wurde zum Wolkenputzen strafversetzt. Dabei waren Lydia und Moritz so glücklich, ihr Herzklopfen hörte sich an, als ob da ein Tausendfüssler über einen Holzboden steppte.

Auch ihre beiden Schutzengel, Estramus und Fidelius, kamen zusammen- rein geschäftlicher Natur.

Sie hatten sich viel zu erzählen: „Dieser Mann da treibt mich noch in die vorzeitige Pensionierung!“ klagte Estramus. „So ein Träumer, also, wenn ich nicht wäre, hätte er sicher schon alle Automarken geküsst, um es mal so auszudrücken. Neulich war er so zerstreut, da wollte er sich doch tatsächlich in der Badewanne die Haare föhnen!“

„Reines Kinderspiel ist dein Job!“, meinte Fidelius, „wenn du wüsstest… meine ist Bergsteigerin. Sie klettert dir die steilsten Wände hoch, dass es dir sogar als Engel schwindlig wird!“

„Ja, ja, es ist einfach nicht mehr wie früher!“, seufzten beide.
Jetzt, mit dieser Liebelei, wurde es noch viel schlimmer. Man weiss ja, wer verliebt ist, verliert leicht den Kopf. Und so mussten die Engel doppelte Arbeit leisten. Nachts fielen sie todmüde in die Wolken.

Zum Glück gab es auch Stunden, wo Lydia und Moritz sich einander die neuesten Songs oder Briefmarken vorstellten. Oder war es etwas anderes? Aehm, lassen wir das! Estramus und Fidelius zogen sich, wie es sich für einen wohlerzogenen Schutzengel gehört, diskret zurück und klopften nebenan einen himmlischen Jass.

Nach einer besonders schlimmen Woche drängte es Estramus, der kurz vor dem Burnout stand, zur Ruhe. „Hör mal!“, erklärte er seinem Arbeitskollegen-Engel, „wenn beide zusammen sind, braucht es doch nur einen Engel, oder? (Jobsharing nennt sich das!). Wie wär’s, wenn wir uns einander ablösen würden? Diesmal passt du auf, und ich mache frei, das nächste Mal darfst du pausieren.“

In seinem jugendlichen Übermut sagte Fidelius zu. So schlimm würde es diesmal sicher nicht werden, wollten doch die beiden Verliebten am Fluss entlang promenieren.

Aber er täuschte sich. Die beiden waren noch zerstreuter als je zuvor. Irgendwie schien sie etwas zu bedrücken. Fidelius spielte eine leise Melodie auf der Harfe vor, um die beiden aufzumuntern. Doch es nützte nichts.

Lydia und Moritz hielten auf der Brücke an und schauten ins Wasser. Fidelius bekam es mit der Angst zu tun – Schutzengel scheuen nämlich das Wasser, wie der Teufel das Weihwasser. Wenn nämlich ein Teil von ihrem Körper nass wird, wird er sichtbar. Deshalb bleiben Schutzengel bei Regen zu Hause. Kein Wunder also, wenn bei solchem Wetter so viele Unfälle passieren!

Die beiden beugten sich scheinbar noch mehr übers Geländer. Einem Seiltänzer gleich, balancierte Fidelius auf dem Geländer herum, um sie von vorne sanft zurückstupsen zu können. Wenn das Petrus sehen würde!

Doch was musste er hören? Moritz wollte die Beziehung abbrechen. Irgendwie, fühlte er, würden sie nicht zusammenpassen (Liebespfeile haben keine unbeschränkte Wirkung…).

Lydia gab nicht so schnell auf, wollte auf die Kletterei einstweilen verzichten, das Motorrad verkaufen, den Karatekurs aufgeben. Sie erklärte ihm auch, dass sie gut für die Familie sorgen wolle, falls da mal was entstünde.

Doch Moritz war sich seiner Sache sicher: „ Ef tut mir leid, aber ef ift wirklich auf!“

Voll Freude sprang der Schutzengel Fidelius in die Höhe, verlor das Gleichgewicht und fiel ins Wasser.

Lydia und Moritz erschraken fürchterlich. „Ih, ein Voyageur!“ kreischte Moritz. Lydia entgegnete ihm, während sie sich der überflüssigen Kleider entledigte, dass es Voyeur heissen würde. Und mit einem Hechtsprung war sie auch schon im Wasser verschwunden. Sie hatte alle Kurse in Lebensrettung besucht, doch ein Engel war schon ein anderes Kaliber. Vor allem kamen ihr seine Flügel in den Weg, dauernd schluckte sie Federn. Die Strömung nahm immer mehr zu, doch sie hatte keine Chance gegen Lydias Sportlichkeit! Mit kräftigen Beinstössen, den Engel an den Schwingen haltend, schwamm sie ans Land.

„Wer bist du?“, fragte sie wütend den vermeintlichen Eindringling. Mein Gott war das peinlich für Fidelius! Wenn das Petrus wüsste! Er wollte zuerst gar nichts sagen, doch als ihm Lydia drohte, jede einzelne Feder auszurupfen (womit das neue Sprichwort: Ich habe mit dir noch einen Schutzengel zu rupfen! kreiert wurde), gestand er stockend die Wahrheit.

Lydia fand das alles andere als lustig. Mit so einem Schutzengel war man des Lebens nicht mehr sicher! Sie beschloss in ein geschlossenes, gut beschütztes Kloster einzutreten.

Da hätten sie aber Moritz sehen sollen! Als er sah, wie sie den Engel aus dem Wasser rettete – ein Stuntman wäre vor Neid erblasst! – entflammte die Liebe neu in ihm. Er bewunderte ihren Heldenmut, so eine Frau hatte er sich immer gewünscht!

Doch Lydia war auf dem Weg ins Kloster. (Die Spannung steigt, bitte legen sie die Pommes-Chips zur Seite!). Moritz rannte ihr nach. „Lydia!“, schrie er. Er sah, wie sich die Klostertür öffnete. Voll Liebe, die ihn halb wahnsinnig machte, stürmte er darauf los. Er verfehlte das Tor, prallte gegen die Mauer, die krachend in sich zusammenfiel.

Lydia blieb unschlüssig stehen. Moritz kniete vor ihr hin. (Haben sie das Taschentuch schon gezückt?) und hauchte: „Lydia, Liebfte!“ (er lifpelte ein biffchen, aber wirklich nur ein biffchen…)

Und ihre Herzen schmolzen, wie der EU-Butterberg unter der Sahara Sonne.
Tja, und so kam es halt, wohin es der jugendliche Leichtsinn mal so führen kann. Sie heirateten. Die beiden Schutzengel, jetzt beide wieder unsichtbar, schnäuzten sich bei der Trauung vor Rührung drei Kleenex-Päckchen voll.

Estramus und Fidelius hatten von da an viel Zeit für einen himmlischen Jass. Ab und zu wunderten sie sich zwar, welche Dimension die CD- und Briefmarkensammlung angenommen hatte. Aber ein Schutzengel hüllt sich in Flügeln und schweigt.

Die Natur war Lydia und Moritz sehr hold. Zuerst kam Angela auf die Welt, dann Engelbert. Als weitere folgten: Angelika, Angelina, Angelo, Engelbrecht, Angel, Angéline und als Nesthäkchen Angelique.

Und da soll noch einer sagen, Schutzengel, und seien sie auch noch so nass, würden kein Glück bringen!

Moritz wurde ein guter Hausmann und Lydia brachte es weit hinauf als Firmenchefin.

Und wenn sie nicht gestorben sind, hausmännern, managern und jassen sie immer noch.


Schneeflockentanz

Und wie aus tausend Wundern gleich,
strömen Schneekristalle aus Wolken, grau behangen,
zur Erde hin; sanft und weich
tanzt durch die Nacht das gefrorene Licht.
Und vermag auch die Einzelne nicht
das Grün der Tannen und der Wiesen
zu bedecken, so führt das stete Drängen
und das ewig leise Fliessen
am Schluss doch zum Ziele hin.
Das stete weisse, sanfte Treiben
legt sich sacht übers Grün
und funkelnd hängt es in den Zweigen.